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DMB aktuell > Aktuelles DMB

Ein Elfjähriger auf der Jagd nach dem Wind [12. Mär. 2010 - 12:07]

Zwei Mal in der Woche fährt der Schüler im Sommer mit der S-Bahn nach Stuttgart zum Max-Eyth-See, um zu trainieren. Erste Erfolge konnte das Mitglied der Stuttgarter Marine-Jugend bereits verbuchen. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften wurde der Elfjährige unter zwölf Konkurrenten Zweiter, beim Wettkampf der Bundesjugend Sechster. 25 Teilnehmer waren da gestartet. Ein Erfolg für den Segel-Neuling, der durch Papa Timo Knoll zu diesem Sport kam.

Niklas Knoll auf der Jagd nach dem Wind

Gemeinsam sind Vater und Sohn bis heute aber noch nicht aufs Wasser gegangen - sondern immer nur jeder für sich. Angst, ins Wasser zu fallen oder auf dem Boot etwas falsch zu machen, hat der Nachwuchs-Sportler aber nicht, wenn er alleine über den See schippert. "Ich kann gut schwimmen", sagt er lächelnd und fügt an: "Das Segeln ist auch gar nicht schwer." Bei einem Ostersegelkurs der Marine-Jugend kam Niklas Knoll erstmals mit dem Sport in Berührung, lernte dort, wie man das Boot aufbaut und es ins Wasser lässt. "Am Ende des Kurses haben wir dann eine Spaß-Regatta gemacht", erinnert sich der Elfjährige und sagt: "Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich ab da regelmäßig zur Marine-Jugend gegangen bin."

Und da der Schüler das Wasser so liebt, zieht er nebenbei noch für den Freiberger Schwimmverein seine Bahnen. "Ich bin ein richtiger Wassermensch", sagt der Schüler schmunzelnd, und man glaubt es ihm sofort, strahlen seine Augen alleine schon, wenn man ihn nur auf das Segeln und das Gefühl auf dem Wasser anspricht. "Am meisten Spaß macht es, wenn richtig Wind da ist", erklärt Niklas Knoll und fügt an: "Sonst wird es schwierig mit dem Vorankommen. Gut ist es deshalb immer, wenn sich das Wasser kräuselt. Das zeigt nämlich an, dass Wind da ist."

Möglichst oft macht sich der Schüler im Sommer auf die Jagd - im Winter muss das Boot leider im Schuppen bleiben. Umso größer ist die Freude, dass die Segel-Saison bald wieder losgeht. "So ab Ostern kann ich wieder aufs Wasser", zählt er die Tage. Vor allem auch, weil sein Kumpel in diesem Jahr ebenfalls einen Kurs machen will. "Dann können wir gegeneinander segeln", erklärt der Wassersportler. Konkurrenten hat Knoll sonst nur bei Wettkämpfen oder Spaß-Regatten der Marine-Jugend. Doch auch im Training schenken sich die Vereinskameraden nichts - gekentert oder zusammengestoßen ist aber noch niemand. Und wenn, dann nur aus Spaß. "Man muss ja auch wissen, wie das geht", sagt der Elfjährige lachend. Den Ernstfall will Niklas Knoll in der kommenden Saison nicht erleben, sondern vielmehr weitere Erfolge bei Wettkämpfen einfahren. Das Wichtigste ist und bleibt aber eines: der Spaß. Der stand und steht bei dem jungen Segler nämlich nach wie vor an erster Stelle.


Quelle: Marbacher Zeitung, www.marbacher-zeitung.de
Foto: Privat

 
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