Die geplante EU-Mission zur Ausbildung somalischer Soldaten könnte nach Einschätzung des EU-Außenbeauftragten Javier Solana noch in diesem Jahr beginnen. Ausbildung könnte noch vor Jahresende starten Die Schulungen könnten in Uganda stattfinden, darüber habe man sich mit der Afrikanischen Union bereits verständigt, so Solana. Er glaube, dass die Ausbildungsmission „vielleicht noch vor Jahresende ihre Arbeit“ aufnehmen könne. Die Mission soll den Kampf gegen Piraten vor der Küste Somalias unterstützen. Erwogen wird die Ausbildung von bis zu 2.000 somalischen Soldaten, um die Stabilisierung des von Bürgerkriegen zerrissenen Landes zu unterstützen. Dafür würden nach Einschätzung von EU-Diplomaten etwa 100 EU-Militärausbilder benötigt, konkrete Berechnungen und Pläne liegen aber noch nicht vor. Erfolgreiche Bilanz Solana lobte den bisherigen Erfolg der vor einem Jahr begonnenen Operation Atalanta. Alle Schiffe des Welternährungsprogramms WFP hätten sicher ihre Zielhäfen erreicht, so der EU-Außenbeauftragte. Am 16. November hatte Konteradmiral Peter D. Hudson im Europaparlament eine Bilanz des bisherigen Einsatzes gezogen. Seit Beginn der Operation seien 36 Piraten-Schiffe aufgebracht und 14 Angriffe abgewehrt worden, so der Oberkommandierende der Atalanta-Mission. Er hob hierbei die hervorragende Zusammenarbeit mit China, Russland, Indien und anderen Staaten, die ebenfalls in den Gewässern bei der Piratenbekämpfung aktiv sind, hervor. Hudson appellierte jedoch nochmals an die Reeder, die Durchfahrt kommerzieller Schiffe Atalanta zu melden. Nur so könne ein entsprechender Schutz erzielt werden. Bis zu 1.400 Soldaten aus Deutschland Im Rahmen der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik startete die EU im Dezember 2008 die Anti-Piraterie-Mission Atalanta. Deutschland beteiligt sich daran mit bis zu 1.400 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Die Operation Atalanta soll die vor der Küste von Somalia operierenden Piraten abschrecken und bekämpfen. Dabei soll zum einen die durch Piratenüberfälle gefährdete humanitäre Hilfe für die Not leidende somalische Bevölkerung sichergestellt werden. Zum anderen soll die Operation den zivilen Schiffsverkehr auf den dortigen Handelswegen sichern, Geiselnahmen und Lösegelderpressungen unterbinden und das Völkerrecht durchsetzen. Deutschland beteiligte sich bislang mit Fregatten, einem Versorgungsschiff sowie einem Fernaufklärungsflugzeug. Quelle: bmvg.de, Bundesministerium der Verteidigung, Falk Schirrmeister |