Der DMB > Über 100 Jahre maritime Tradition > 1919 - 1945

Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) änderte der Verband 1922 erneut seinen Namen in Bund Deutscher Marine-Vereine (BDM-V) und widmete sich den beiden vordringlichsten Zielen:
• der gegenseitigen Hilfe und kameradschaftlichen Unterstützung
• dem ehrenden Gedenken der im Weltkrieg gefallenen Marinesoldaten
In den schweren Jahren der Nachkriegszeit wurde, angesichts der zum Teil großen wirtschaftlichen Not und aus dem Gefühl heraus, durch den Versailler Vertrag 1919 ungerecht und unehrenhaft behandelt zu werden, der Zusammenhalt des Blauen Tuchs in besonderer Weise gesucht. Ihm kam seitens der ehemaligen Marineangehörigen eine besondere Bedeutung, das Gefühl des Geborgenseins in einer Gruppe Gleichgesinnter, zu.
Zielsetzung 1922:
"Durch Zusammenfassung aller im Deutschen Reich bestehenden und sich neu bildenden Marine-Vereine die Liebe zum deutschen Vaterland und dem deutschen Volke unter seinen Mitgliedern gemeinsam zu pflegen (und) ihre Gesamtheit nach außen hin und insbesondere die Interessen der Kriegsgeschädigten und Kriegshinterbliebenen zu vertreten"
In dieser Zeit (1925) entstand die Idee, ein Ehrenmal für die gefallenen Marinesoldaten des Ersten Weltkriegs zu errichten. Ihre Umsetzung wurde 1926 vom Bund beschlossen und in den Jahren von 1926 (Grundsteinlegung) bis 1936 (Einweihung) verwirklicht. Der BDM-V errichtete das Marine-Ehrenmal in Laboe mit ausschließlich privaten Mitteln (Öffentliche Sammlungen, Mitgliederspenden,...). Er ist bis heute dessen Eigentümer und unterhält es ohne staatliche Unterstützung.
1932 gehörten dem BDM-V reichsweit etwa 35.000 Mitglieder in ca. 600 Marinevereinen an. Wie alle Vereine und Verbände wurde auch der BDM-V in der Zeit des Nationalsozialismus staatlich vereinnahmt und 'gleichgeschaltet'. Ab 1933 verlor er seine Eigenständigkeit, erhielt den Namen Nationalsozialistischer Deutscher Marinebund (NS-DMB) und wurde der Kriegsmarine zugeordnet. Der Selbständigkeit verlustig gegangen verschwand er als Dachverband in der Bedeutungslosigkeit, auch, wenn seine Mitgliederzahlen statistisch stark anstiegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde der NS-DMB wie alle NS-Organisationen verboten, gemäß Beschluss des Alliierten Kontrollrats aufgelöst und sein Vermögen, darunter das Marine-Ehrenmal, beschlagnahmt.
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